Tagesgeld
Das Tagesgeldkonto ist einem Sparkonto sehr ähnlich, denn beide Konten werden in der Regel auf Guthabenbasis geführt und das angesparte Kapital wird zu einem bestimmten Zinssatz verzinst. Jedoch weist das Tagesgeldkonto einige Unterschiede auf, denn zum einen gibt es keinerlei Kündigungsfristen und zum anderen kann der Kunde täglich über sein gesamtes Geld verfügen.
In der Regel werden die Tagesgeldzinsen für ein Jahr berechnet, wobei es mittlerweile auch Banken gibt, welche die Zinsen vierteljährlich oder auch monatlich auszahlen. Hierbei profitiert der Kunde vom ersten Euro an vom so genannten Zinseszinseffekt. Dies bedeutet, dass dem Kontoinhaber die bereits gutgeschriebenen Zinsen bei der nächsten Zinsgutschrift ebenso verzinst werden. Da sich die Zinsen am so genannten Leitzins orientieren, welcher von der europäischen Zentralbank festgesetzt werden, sind die Zinsen variabel und können kurzfristig sowohl steigen als auch fallen.
Ein großer Vorteil des Tagesgeldkontos ist die tägliche Verfügbarkeit des gesamten Kapitals. Jedoch muss hierbei beachtet werden, dass bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos auch ein Referenzkonto benötigt wird. In der Regel ist dieses Referenzkonto das herkömmliche Girokonto des Kunden und es wird benötigt, um die Ein- und Auszahlungen vom Tagesgeldkonto zu tätigen. Zumeist dauert es dann zwei bis drei Werktage, bis das Geld dann auch tatsächlich vom Tagesgeldkonto auf das Referenzkonto überwiesen wird. Einige wenige Banken bieten mittlerweile ein Tagesgeldkonto mit Bankkarte an, um somit auch einen direkten Zugriff zu gewährleisten.
Erst seit 2001 gibt es die sogenannte Riester – Rente, eine privat finanzierte Altersvorsorge, die mittels staatlicher Zuschüsse oder steuerlichen Abzügen, unterstützt wird und neben der gesetzlichen Rente der wichtigste Pfeiler der Altersvorsorge darstellt. Die Altersvorsorge ist in der heutigen Zeit leider nicht mehr mit der Zahlung in die gesetzlichen Rentenkassen, erledigt. Das hier angesparte Geld bzw. die Höhe der späteren Rente ist selbst bei Besserverdienern zu gering, um alle Lebenshaltungskosten aufbringen zu können und sein Leben in gewohnter Weise weiter zu leben. Also muss auch privat Kapital angelegt werden. Bei der Riester-Rente besteht in diesem Fall der Vorteil, dass sie staatlich subventioniert wird.
Zwar ist die Höhe abhängig von der jährlich angesparten Summe, ebenso aber auch vom Einkommen, sodass ein Besserverdiener auch mehr einzahlen muss, um dieselben Zuschüsse zu bekommen, wie derjenige, der nicht viel verdient. Die Höhe der Mindestzahlung liegt für alle bei 60 Euro pro Jahr, dem sogenannten Sockelbetrag. Um jedoch volle Zuzahlungen vom Staat zu erhalten, müssen obendrauf noch 4% des Einkommens aus dem Vorjahr kommen. Wird weniger gezahlt, sind die Zuzahlungen anteilig. Und für Familien mit Kindern gilt bei dieser Form der privaten Altersrente – hohe staatliche Förderungen bis zu 70% sind nicht unwahrscheinlich!
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